

Das "Hohelied" des König Salomo, eine der schönsten Liebesdichtungen der Weltliteratur, ist auch die Vorlage für das "Hohelied Salomos" im Alten Testament der Bibel (Hohelied 1 bis 8).
Im Verlag Gustav Kiepenheuer, Leipzig/Weimar, wurde 1981 eine Ausgabe des "Hohelied" herausgegeben, die mit 32 "illuminierten" Faksimilieabbildungen aus dem "Machsor Lipsiae" versehen ist. Die Übersetzung aus dem Hebräischen, sowie die Nachdichtung und die Herausgabe besorgte Stefan Schreiner, die Bilder entstammen den Originalen der Universitätsbibliothek Leipzig. Der Band wurde im Bereich der damaligen DDR "zum Gedenken an die Reichskristallnacht" (Pogromnacht) herausgegeben.
Die weltlichen Verse werden der Zeit 950 bis 500 vor unserer Zeitrechnung
zugeordnet. Das "Machsor Lipsiae" ist eine mittelalterliche Handschrift,
die den hebräischen Versen einen wundervollen Rahmen geben.

| Kehr wieder, kehr wieder, Schulammitin,
kehr wieder, kehr wieder, daß wir dich anschaun, wie beim Tanz der Doppelreigen? Wie schön sind deine Füße in den Sandalen,
Deine Brüste sind zwei Rehlein,
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Dein Kopf ist wie der Karmel,
deines Kopfes Haar sind wie Purpur. Der König liegt gefesslt in Schlingen Wie bist Du schön, wie lieblich, Geliebte, mit deinen Zärtlichkeiten! Deine Gestalt, sie gleicht einer Palme und deine Brueste Tauben. Ich denk: ich ersteige die Palme,
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