
[Das galt noch im April 2000. Seit einiger Zeit ist auch dieser Archie nicht mehr verfügbar. Betrachten Sie also diesen Abschnitt als nostalgischen Rückblick. Lesen Sie dazu die Stellungnahme des schweizerischen Archie. Anm. des Autors, Januar 2001]
prog <zeichenkette>
Beispielsweise suchen Sie etwas über Linux, also suchen Sie "prog linux". Danach erhalten Sie eine Liste von Servern, die etwas über Linux führen.


Abbildung 3-14: Mit einem Archie kann man nach Dateien suchen, die auf ftp-Servern angeboten werden. Nachdem man mit dem Archie Kontakt aufgenommen hat, gibt man den Suchbefehl ein und erhält eine Liste von Servern und Verzeichnissen, in denen eventuell die gesuchten Dateien enthalten sind. Inzwischen sind die meisten Archies auf WWW-Zugang umgestellt worden.
Eine netztransparente Datenbank ist einfach eine Datenbank, deren verschiedene Teile auf verschiedenen, miteinander vernetzten Rechnern liegen. Die Rechner können dabei auch weltweit verstreut liegen. Hypertext ist einfach eine andere Bezeichnung für eine lexikonartige Ordnung. In einem Lexikon stehen Begriffe alphabetisch sortiert und zu jedem Begriff gibt es einen erklärenden Text. Dabei sind in so einem Text einige Begriffe hervorgehoben (in einem Lexikon durch Verweispfeil). Untere deren Eintrag findet man weitere erklärende Texte. Dieser Mechanismus wird in allen texten fortgesetzt. Ein gutes Lexikon hat weitverzweigte und viele Verweispfeile. MS-Windowsanwender kennen solche elektronischen Lexika als "Windows-Hilfesystem".
Das World Wide Web, oder kurz: WWW, war geboren. In der Zwischenzeit war WWW der Grund dafür, daß wesentlich schnellere Leitungen installiert werden mußten, daß sich plötzlich alle Welt für das Internet interessiert und daß auch die Firmen das Internet entdeckt haben. Kurz: Es gibt weniger Information und dafür wesentlich mehr bunte Bilder. Und man braucht nur noch eine Maus, um alles zu Gesicht zu bekommen.
WWW ist so übermächtig geworden, daß es - fälschlicherweise - mit dem Internet verwechselt wird. WWW ist aber nur einer von vielen Diensten, die über das Internet transportiert werden, genau wie ftp, telnet, SMTP, NNTP und so fort.
Schließlich kann es sich heute niemand mehr erlauben, nicht im WWW präsent zu sein. Eine eigene Homepage ist einfach Pflicht, um in der Szene (welcher auch immer) hip zu sein und eine Firma ohne Webseite ist so veraltet wie ein Buchhalter mit Kopierstift, Ärmelschonern und Augenschirm. Und man möchte ja weder unhip noch veraltet sein, oder?
Der erste Browser war NCSA-Mosaic und war schon erstaunlich. Auch die heutige Version ist durchaus pfiffig. Einfach mal zur Abwechslung ausprobieren. Dann wurde er von Netscape verdrängt. Inzwischen ist die Firma Netscape zerschlagen, die Software ging zu Sun, der Browser gehoert heute AOL. Der witzigste Browser ist Cello. Er wurde von einem freundlichen Juristen, Thomas R. Bruce von der Cornell Law School in Ithaca (New York), geschrieben. Das Programm kann nur die nötigsten Funktionen, aber jeder kann es, auch kommerziell, ohne Gebühren verwenden; vorausgesetzt er schickt dem Autoren ein Belegexemplar für dessen Anwendung. Natürlich hat auch Microsoft einen Browser auf den Markt gebracht, der inzwischen zum Umfang des Betriebssystems gehört. Wahrscheinlich benutzen Sie ihn sogar gerade: MS-InternetExplorer. Eine europäische Entwicklung soll hier erwähnt werden, weil es nicht häufig vorkommt, daß europäische Firmen das glatte Parkett der Software betreten. In Norwegen wird ein sehr guter Browser gebaut, Opera. Ein Probesurfen mit diesem Programm lohnt sich wirklich! Und nicht zu vergessen LYNX, ein Browser ausschliesslich für Textbildschirme, der gerne von Profis verwendet wird, weil man sich die voluminöse Übertragung der Grafiken spart.

Abbildung 3-15: Mit Browsern, das sind einheitliche Benutzungsoberflächen für verschiedene Netzdienste, kann man bequem per Mausklick im Internet "surfen". Das Bild zeigt den Textbrowser LYNX für Unix, der die WWW-Seite des FBI aufgerufen hat. LYNX beschleunigt den Zugang, weil er auf das Laden der Bilder verzichtet. Deswegen benutzen viele Profis diesen Browser.
Beispiele:
Im ersten Fall wird eine WWW-Verbindung (Methode http:)aufgemacht und die betreffende Indexseite angezeigt. Im zweiten Falle wird eine ftp-Verbindung (Methode ftp:) zu dem betreffenden finnischen Rechner aufgemacht.http Hypertext Transmission Protocol. Das ist das Protokoll, das die Seiten überträgt HTML Hypertext Markup Language. Das ist die Sprache, in der die Seiten definiert werden. Homepage Das ist die Sammlung der Seiten, die Sie in HTML geschrieben haben.

Abbildung 3-16: Webseiten werden nicht komplett als Grafik übertragen, sondern als reiner Text, wobei natürlich die Bilder extra übertragen werden müssen. Der in der Beschreibungssprache HTML formulierte Text wird im Browser des Empfängers aufbereitet und dargestellt. Hier sehen Sie einen Auszug aus einer älteren HTML-Datei (die gezeigten inhaltlichen Daten sind inzwischen veraltet). HTML ist ein Dateiformat wie MS-Word Dokument, Rich Text Format (RTF) oder Textdatei (ASCII).
Es gibt aber Suchmaschinen, die mittels Stichworten eine Liste von Webseiten ausspucken, in denen man oftmals das Gewünschte findet. Ohne solche Suchmaschinen brauchen Sie gar nicht erst ins Web zu schauen. Sie würden sich sofort verlieren oder irgendwo steckenbleiben.
Diese Archive werden von verschiedenen Stellen betrieben. Man muß folgende Arten unterscheiden (nicht vollständig):
Eine willkürliche Auswahl einiger solcher Einrichtungen:
Sie finden Hinweise darauf zum Beispiel auf der WWW-Seite der Firma Netscape. Vor allem für die gängigen Betriebssysteme, allen voran die von Microsoft, gibt es solche Zusatzprogramme.

Abbildung 3-18: Mit Bookmarks, also Lesezeichen, kann man sich Webseiten, die man häufiger besuchen möchte, merken. Damit die Liste nicht zu unübersichtlich wird, lassen sich die Bookmarks wie ein Baum anordnen und dadurch thematisch unterteilen.
Die baumartige Strukturierung wird durch Windows-Bookmarks gesteuert. Eine klar strukturierte Lesezeichendatei kann Ihnen den schnellen Zugang zu bestimmten Webseiten, wie zum Beispiel Suchmaschinen erheblich vereinfachen. Und die baumstruktur verhindert, daß die Liste unübersehbar lang wird.


Abbildung 3-19: Beim Besuch von "exotischen" Webseiten kann es vorkommen, daß sie nicht mehr mit dem normalen Zeichensatz dargestellt werden können. Hier sehen Sie zum Beispiel eine japanische Seite, einmal in der Darstellung mit dem "falschen", europäischen Zeichensatz und darüber mit dem richtigen. Netscape bietet die Option, das einzustellen. Allerdings müssen Sie auch den richtigen Zeichensatz auch auf Ihrem Rechner vorrätig haben. Sie erhalten solche Zeichensätze im Netz oder bei Ihrem Fachhändler.
Allerdings nutzt Ihnen das Umschalten nichts, wenn Sie den Zeichensatz
nicht irgendwo auf dem Rechner haben. Wollen Sie also auch exotische Webseiten
lesen, oder zumindest betrachten können, dann müssen Sie dei
nötigen Zeichensätze besorgen. Ihr Fachhändler wird die
für Ihr Betriebssystem geeigneten haben. Oder Sie suchen im Netz danach.

