
Auch wenn es nicht dem Zeitgeist entspricht, hier müssen Sie vorher genau wissen, was Sie wollen. Wenn Sie ein Unix-Derivat benutzen, zum Beispiel Linux, dann müssen Sie praktisch kaum mehr etwas tun; Sie haben dann schon alles installiert, was notwendig ist. Benutzen Sie dagegen MS-Windows, in welcher Version auch immer, dann müssen Sie doch noch etwas dazuinstallieren (MS-Windows 3.1/3.11) oder zumindest dazu konfigurieren (MS-Win95). Wir werden hier nur MS-Windows 95 betrachten. Für MS-Windows 98 gilt das gleiche. Weiterführende Informationen finden Sie in Ihrer Dokumentation.
Deswegen soll Ihnen eine kleine Checkliste zeigen, welche Daten relevant sind und die beim Installationsvorgang bereitliegen müssen. Eventuell braucht man die eine oder andere Information nicht, aber in der Regel ist diese Liste umfassend. Hier ist sie:
Beachten Sie auf jeden Fall die Hinweise im Handbuch der von Ihnen installierten Software. Dort steht auch, wie Sie Ihre Konfiguration testen können. Oder lesen Sie die weiterführende Literatur [1], [7].
Solche Zugangsarten sind jedoch wirklich nur für "Surfer" geeignet; wer das Netz intensiver nutzen möchte, der sollte sich mit seinem Provider zusammensetzen und einen "richtigen" Internetzugang verabreden. Der kostet zwar mehr, aber er bietet entsprechend auch mehr Möglichkeiten.
Crosspoint ist ein Programm, das nur zwei der Dienste abdeckt, die im Netz üblich sind: e-mail und News (z.B. Usenet).
Die Beispiele beziehen sich im Zweifelsfalle auf die Version 3.11.
Warum CrossPoint?
CrossPoint wurde nicht als Programm für das Usenet entwickelt. Die Möglichkeit, damit auch per UUCP am Usenet teilzunehmen, ist erst später implementiert worden. Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie feststellen, daß CrossPoint die per UUCP bezogenen Daten vom im Usenet üblichen sogenannten "RFC-Format" in das "Z-Connect-Format" (das in DOS-Hobby-Mailboxen üblich war und gelegentlich noch zu finden ist) konvertiert, bevor sie in das Programm eingelesen werden. Die Bezeichnung "UUCP-Modul" legt die Vermutung bereits nahe, daß es sich um einen "Aufsatz" handelt und eventuell nicht alle technischen Möglichkeiten, die einem das Usenet bietet, mit CrossPoint ausgeschöpft werden können. Für die eingeschränkte Teilnahme am Netz erfreut sich CrossPoint aber berechtigterweise großer Beliebtheit, weil es, bis auf einige Ecken und Kanten, recht benutzerfreundlich ist.
Die Stärke von CrossPoint liegt vielmehr darin, daß für alle unterstützten Netze eine einheitliche Bedienungsoberfläche existiert. Dies erleichtert z.B. den Einstieg in das Usenet, wenn Sie CrossPoint bereits vorher anderweitig benutzt haben. Problematisch ist oftmals die vom Programmierer getroffene Wahl der deutschsprachigen Begriffe. Nutzer, die schon mit der Terminologie des Usenets vertraut sind und eventuell auch Kenntnisse der einschlägigen Unix-Programme haben, werden sich auf Anhieb nur schwerlich in CrossPoint zurechtfinden. Es gibt zwar einen englischsprachigen Aufsatz, was das Problem aber auch nicht komplett löst.
Bezugsquellen:
CrossPoint wird als selbstentpackendes Archiv vertrieben.
Die CrossPoint-Supportbox hat seit Anfang diesen Jahres
den Betrieb eingestellt. Derzeit (April 2000) ist die Version 3.12d aktuell
und die Version 3.20 als beta-Version. Weitere Infos - auch über
die Weiterentwicklung - sind unter http://www.open.de/
und http://www.crosspoint.de/ zu
finden.
[Vielen Dank an Holger Decker
für diesen Hinweis.]
Bezugsquelle im World Wide Web:
Ebenso ist CrossPoint auf vielen Shareware-CDs und in privaten Mailboxen zu finden.
Das folgende bezieht sich auf die Version 3.11. Zur Teilnahme am Usenet benötigen Sie die Dateien
XP311-1.EXE
XP311-2.EXE
XP311U.EXE
Die folgende Details sollten Sie vor Beginn der Installation unbedingt mit dem Systembetreiber Ihres Zugangs abklären:
Machen Sie später unbedingt Gebrauch der fast überall vorhandenen Online Hilfe ("F1" drücken), und lesen die Dateien *.DOC im CrossPoint-Verzeichnis. Auch wenn Sie CrossPoint schon in einem anderen Netz, z.B. FIDO-Netz benutzt haben. Jedes Netz hat seine Eigenarten und eigenen Begriffe, die nicht gedankenlos miteinander vermischt werden sollten!
Die Beispielkonfiguration bezieht sich auf die e-Mail Adresse "matthias@site.usenet-box.de".
Username ist "matthias", Loginname und Sitename "site", Name des Feeds "usenet-box", Domain des Feeds ".de" und der Brettverwalter ist "autosys". Unter feed wird in diesem Abschnitt die Mailbox verstanden, die die Versorgung mit news und e-mail vornimmt, also der Provider.
Nach dem ersten Aufruf von XP.EXE werden Sie aufgefordert, den Netztyp, den Boxnamen und Ihren Usernamen einzugeben. Mittels "F2" gelangen Sie in ein Pull-Down-Menü, wählen den ensprechenden Eintrag (RFC/UUCP), der Boxname ist in diesem Fall "usenet-box" und der Username "matthias".
Der Username kann auch später beliebig geändert werden, da jegliche E-Mail an ...@site.usenet-box.de zu Ihrem System geschickt wird. Oft wird als Username der Vorname oder Vor- und Nachname mit einem Punkt getrennt genommen. Natürlich sind der Phantasie hier und auch bei der Wahl des Sitenamens keine Grenzen gesetzt, nur sollte darauf achten, daß er weder geschmacklos noch lächerlich ist.
CrossPoint besitzt oft sehr veschachtelte Menüs, sie werden von nun an immer ähnlich einer Verzeichnisstruktur angegeben werden.
/Edit/Boxen/Edit/Point führt z.B. in folgende Maske:
Abbildung 2-1: CrossPoint - Konfiguration der Verbindungsparameter.
Manchmal unterscheidet sich der Loginname vom Pointnamen (korrekt wäre eigentlich Sitename).
Einige Usenetfeeds (Provider) bevorzugen es, ihren UUCP-Logins ein "uu-" vorranzuhängen, so daß aus "site" ein "uu-site" wird.
Als Packer gebräuchlich sind derzeit gzip und compress, wobei gzip je nach Art der Newsartikel ca. 20% bessere Komprimierungsraten als compress erzielt. Wenn möglich, sollten die Batches vom Feed also mit gzip gepackt werden. Dies spart Übertragungszeit und Telefonkosten.
Ob diese dann ohne oder mit Header verschickt werden, ist unwichtig, CrossPoint verarbeitet mit compress oder gzip gepackte Newsbatches sowohl mit als auch ohne Header.
Die Nachrichten, die Sie schreiben und verschicken, sollten Sie aber unbedingt per compress packen (Upload-Packer) solange Ihnen nicht ausdrücklich etwas anderes zugesagt wurde. Die wenigsten Usenetfeeds können Batches mit gzip und "#! gunbatch"-Header verarbeiten, wie CrossPoint sie generiert. Ihre Newsartikel landen dann als fehlerhaft in einem Verzeichnis des anderen Rechners, werden aber nie in die weite Welt verteilt.
Die angegebenen Werte für die UUCP-Paketgröße und Zahl sollten für den Normalfall gute Ergebnisse erzielen. Bei Abbrüchen oder CRC-Errors trotz Fehlerkorrektur des Modem [MNP4+5, V.42(bis)] könnten kleinere Paketgrößen Abhilfe schaffen. Sollte die serielle Schnittstelle, an der das Modem angeschlossen ist, nicht mit einem UART 16550 (Fifo-Chip) bestückt sein, liegt die Ursache mit hoher Wahrscheinlichkeit dort.
Die anderen Felder sollten mit den obigen Werten belegt werden, das g-Protokoll ist der kleinste gemeinsame Nenner und sollte überall unterstützt werden.
Unter /Edit/Boxen/Edit/Modem sollte darauf geachtet werden, daß die Übertragungsrate der seriellen Schnittstelle nicht zu hoch angesetzt wird. Viele Rechner, insbesondere ohne UART 16550, sind schon mit einer Rate von 38400 bps überfordert. CRC-Errors sind dann bei aktiver Fehlerkorrektur des Modems nicht (!) Ursache des Modems oder schlechter Telefonleitungen. Beachten Sie, daß die Newsbatches bereits gepackt sind, also bei einer physikalischen Übertragungsrate Modem-Modem von 28.800 bps keine höheren effektiven Raten durch Kompression seitens des Modems erzielt werden können und Geschwindigkeiten größer 38400 bps auf der Strecke Rechner-Modem keine Verbesserungen mehr bringen.
Unter /Edit/Boxen/Edit/Namen finden sich diverse Bestandteile der E-Mail Adresse wieder.
Abbildung 2-2: CrossPoint - Konfiguration der Verwaltungsdaten
Sie können den Realnamen auch frei lassen, nur müssen Sie dann damit rechnen, daß Ihre Postings im Netz nicht die Akzeptanz erlangen, die Sie wünschen. Ihre Domain setzt sich aus dem Namen des Servers und seiner Domain zusammen. In diesem Fall ".usenet-box.de".
/Edit/Boxen/Edit/RFC-UUCP:
Hier legen Sie Typ, Name und Passwort des Newsgruppenmanagers fest. Das Passwort sollte vom Login-Passwort verschieden sein. Je nachdem, ob bei den Kommandos der Sitename inkl. Domain anzugeben ist oder nicht, muß das Kreuz bei "vollständige Domain" gesetzt werden.
Die restlichen Einträge belassen Sie in der Default-Einstellung.
Fordern Sie am besten jetzt per /Nachricht/Brettmanager/Sonstiges/"usenet-box"/help Hilfe an, bestellen eine Newsgruppenliste oder probieren andere Kommandos des automatischen Brettverwalters aus. Bedenken Sie, daß Ihre Kommandos beim Feed oftmals nicht unmittelbar ausgeführt werden, es kann also ein wenig dauern, bis Sie z.B. die Liste aller verfügbaren Newsgruppen erhalten.
Wenn Sie in Ihren Newsartikeln Umlaute oder Sonderzeichen verwenden wollen, Sollten Sie unter /Config/Optionen/Netze/Verschiedenes die Option "MIME in News" aktivieren.
Noch eine Anmerkung zu /Edit/Systeme:
Wird hier ein "UUCP-Fileserver" eingetragen, so ist es möglich, sich beim Anruf Dateien schicken zu lassen bzw. auch welche zum Feed zu schicken.
Abbildung 2-3: CrossPoint - UUCP Fileserver
Der Name der Indexdatei kann von System zu System variieren.
Per /Nachricht/Fileserver/Liste/Anfordern kann eine Liste anfordert werden, die nach dem erfolgreichen Poll im FILES-Verzeichnis von CrossPoint liegt und meist unter DOS mit 'gzip -d Filelistenname' entpackt werden muß.
/Nachricht/Fileserver/Liste/Datei_einlesen konvertiert die Liste und liest sie in CrossPoint ein, mittels /Nachricht/Fileserver/Bestellen können dann Files markiert und bestellt werden. Sollte der Lister
nicht die komplette Liste anzeigen koennen, mehr EMS-Speicher zur Verfuegung stellen.
Sollten Sie später mal vom Begriff "anonymous UUCP" hören und diese Möglichkeit nutzen wollen, so können müssen Sie die entsprechende Site als eigenständige "Box" und "System" eintragen.
Vor Ihrem ersten Anruf über /Netcall sollten Sie noch eine Testmail (am besten an den Systembetreiber Ihres Usenetfeeds) mit /Nachricht/direkt absetzten...
Um in MS-Windows 9x Internet einzurichten, benötigt man nur ein
paar Handgriffe. Wählen Sie START-EINSTELLUNGEN-SYSTEMSTEUERUNG-
NETZWERK.
Wählen Sie dann "HINZUFÜGEN":
Nun "Protokoll" auswählen und dann "Microsoft"-"TCP/IP" einstellen:
Nun fehlt noch die Eingabe der Parameter:

In "IP-Adresse" wird die Ihnen zugeteilte Adresse eingetragen, hier
im Beispiel 192.168.23.5. Dazu die Netzmaske.
Unter "DNS-Konfiguration" wird der Rechner eingetragen, der die Namensauflösung
vornimmt, also beispielsweise die Übersetzung von "www.blafasel.de"
nach "192.168.17.9". Ohne einen solchen Übersetzungsrechner würden
Sie Ihre Lieblingshomepage nicht zu sehen bekommen. Außerdem steht
hier der Name ("host") und die Domain ("Domäne") Ihres
Rechners. Falls Sie keinen Domain-Name-Service möchten, wählen
Sie "DNS deaktivieren".
Danach Neustart des Rechners, und MS-Windows 9x kann Internet.